Montag, 8. Dezember 2014

Zwei hallesche Kunstpreisträger - Hans-Christoph Rackwitz und Uwe Pfeifer stellen aus


"Auf großer Fahrt", Radierung von Hans-Christoph Rackwitz

Entlang eines langen, langen Weges


Wir schreiben das Jahr 2014. Entlang des langen, langen Weges der Sonde Rosetta zum weit entferntesten Ziel, welches jemals Menschen zu erreichen, sich vornahmen, starben auf der Erde zahllose Menschen sinnlos durch Krieg, Hunger und Krankheit. Begeistert bejubelten wir die Sportler der Welt und den Fußball. Wenige legten Millionen in Kunstwerke an, während Viele gegen Bildungsabbau protestierten. Auf dem Weg zu den Sternen verlieren wir immer häufiger den Blick auf die Dinge, die das Leben Wert machen, auch die Sorgen der Anderen. „Unter dem Radar“, wie Uwe Pfeifer sagen würde, also nur von Wenigen wahrgenommen, gibt es Menschen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenseins, die sich mit großartigen Leistungen selbstlos einbringen, den Blick offen halten.
"Die lange lange Straße lang", Lithografie von Hans-Christoph Rackwitz zu Wolfgang Borchert
So auch Wolfgang Borchert, der mit seiner Kurzgeschichte „Die lange lange Straße lang“ ein zeitgeschichtliches Dokument des ausgehenden 2. Weltkrieges und der frühen Zeit danach schuf. Hans-Christoph Rackwitz widmete u. a. diesem literarischen Werk sein Diplom an der halleschen Kunsthochschule bei Prof. Ruddigkeit im Jahr 1982. Es ist die tragische Geschichte des 25-jährigen Herrn Fischer, der Leutnant war. Zitat: „Und so läuft er, die lange lange Straße lang, läuft mit seiner Angst durch die Welt, läuft vor den Schreien davon, links ein Fußballstadion, rechts die Oper“. Die dazu geschaffenen Lithografien von Rackwitz entstanden übrigens im Rahmen des Studiums der Lithografie bei Uwe Pfeifer. Zu sehen sind auch weitere Arbeiten seiner Studienzeit im Obergeschoss der Galerie, die sich unmittelbar mit dem Faschismus auseinandersetzen. Es sind selten gezeigte Radierungen im Zusammenwirken mit der Aquatinta-Technik. Diese und die grafischen Arbeiten zu Bildung und Militarismus, welche 1985 entstanden, zeigte Rackwitz im Mai desselben Jahres in einer Ausstellung in der Marktkirche in Halle. 
Während die offiziellen Vertreter der SED und der Stadt damals mehr als skeptisch auf die Präsentation blickten, fand der Künstler bemerkenswerten Zuspruch eines breiten Publikums. Es finden sich Einträge im Gästebuch von Besuchern aus Holland, der CSSR, der Bundesrepublik Deutschland und natürlich unserer Stadt.
Im Laufe der Jahre hat sich Hans-Christoph Rackwitz, aufbauend auf diesen frühen Arbeiten, neuen Themen verstärkt zugewandt. Diese sind bekanntlich das Naturstudium und die Architekturdarstellungen. Mit Begeisterung betrachten wir immer wieder die Radierungen des Künstlers. Entdecken Bauwerke unserer Stadt mit Details, die Rackwitz mit feinstem Werkzeug aus der Zinkplatte herausgearbeitet hat. Was für Kompositionen tun sich da auf, in denen man spaziert und wunderbare Details findet. Ansichten, die es oft so nicht gibt, der Phantasie eines Grafikers entsprungen, und doch real, nur weitergedacht und grandios künstlerisch umgesetzt. Grafisch nach dem Vorbild des Piranesi und träumerisch dem des Jules Verne nahe, sind es die Bauten Halles als Kugelperspektive, die Veduten akribisch eingefügt in den Raum des Hauptbahnhofes, die ganze Stadt auf hoher See von der Kraft des Windes und des Dampfes getrieben zu neuen Ufern. Wer sich für Architektur interessiert, kommt an dem Studium der Natur nicht vorbei. Der sowjetische Architekturtheoretiker Lebedew schrieb 1977: „Vielmehr hat die Architektur-Bionik eine sogenannte dienende Funktion, ihre Spezifik besteht in der schöpferischen Umsetzung der Naturformen, der Bau- und Wachstumsprinzipien, in der gebauten Umwelt. Dabei ist festzustellen, dass die von uns als „schön“ empfundenen Naturformen immer Ergebnisse einer absolut zweckmäßigen Anpassung und Harmonisierung an die Umwelt auf der Grundlage objektiver Entwicklungsgesetze der Natur darstellen.“
Das Wissen um diese Beziehung besteht mindestens seit der Antike und behält seit Fibonacci und den Erkenntnissen um den „Goldenen Schnitt“ bis heute seine Aktualität. Der Künstler Hans-Christoph Rackwitz treibt mit seinen Architekturphantasien das Thema auf die Spitze, in dem er baut, was Architekten nicht wirklich denken dürfen. Mit waghalsigen Konstruktionen reizt er Sehgewohnheiten und provoziert zu neuer Kreativität. 


Wird ein Kind geboren, so heißt es, sollten ihm alle Wege offen stehen. Dürfen wir in Frieden und gesund aufwachsen und verfügen wir über ein soziales Umfeld, das uns fördert, haben wir besonders gute Chancen unseren Lebenstraum zu verwirklichen, zu tun was uns Freude bereitet, was uns und anderen gut tut. Der mittlerweile 6. Tagtraum von Uwe Pfeifer zeigt die Optionen der Realität. Was das eben noch fröhlich spielende Mädchen im Leben erfahren wird, ist offen. Die Zeit vergeht für Jeden schnell. Mancher bleibt sein Leben lang Indianer, immer auf der Suche und mit den Elementen verbunden. Andere bieten sich an, werden kalte Mitläufer oder Suchen Zuflucht in Alkohol und Drogen. Der Baum der Erkenntnis ist verdorrt und gar tödliches Hindernis auf der Jagd durch das Leben nach Erfüllung und Selbstbestätigung. Jedoch ist ein Traum, ein Tagtraum und nicht zwingend die Realität. Wer könnte der Tanzbär sein, herumgestoßen und wider der Natur, das ausführend, was die Existenz sichert? Es ist bekannt, dass Uwe Pfeifer Lithografien immer auch seine aktuellen großen malerischen Arbeiten reflektieren. So gibt es mittlerweile auch sechs großformatige Gemälde aus der Serie, die anknüpfen an das bereits bekannte künstlerische Schaffen des halleschen Kunstpreisträgers. Es sind Bilder deren intellektuellen Zugang sich auch der geübte Betrachter ggf. schrittweise erarbeiten muss. Menschen in Papierkörben, in der Tristesse der langen, langen Tunnel stehen heute gegenüber dem ewig röhrenden Hirsch, der Lust und dem bissigen Establishment, in der verkehrten Welt, hinter einer Ecke lauernd. Die Scheinheilige wendet sich ab, wenn zwielichtige Gestalten hilflose, johlende Jugendliche all dem zuführen. Der Künstler nimmt Entwicklungen war und serviert sie uns ohne Umschweife. Er schärft unseren Blick auf das was Änderung bedarf und weist zugleich auch das das Schöne. Und so bleibt ein langer, langer Weg auch das Wunderbare zu entdecken. Es ist die Natur, die Welt der wir entstammen und die wir für unsere Kinder erhalten. Das Schöne liegt so nahe. Pfeifer nimmt uns mit auf seine Wanderungen, der Weg ist das Ziel.
Und so gibt es in beiden Ausstellungen keinen verklärten Blick auf unsere Zeit, sondern vielmehr Anstöße auf Besinnung zum selbstkritischen Betrachten, zum Innehalten. 
Die Botschaft ist formuliert – machen wir etwas daraus. Mit Hoffnung blicken wir auf ein neues Jahr. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien Frieden und Gesundheit für 2015 und entlang des langen, langen Weges, der uns allen bevorsteht. Greifen auch wir zu den Sternen und behalten wir den Blick auf das Erhaltenswerte. 

T. Zaglmaier


Montag, 27. Oktober 2014

Stein mit Anstoß und paradiesische Sichten

Zur Eröffnung der Ausstellungen von Tatiana Skalko-Karlovska und Otto Möhwald waren am vergangenen Sonnabend zahlreiche Kunstfreunde in die Galerie gekommen

Zwei Vertreter bester hallescher Kunsttradition präsentieren noch bis 2. Dezember Malerei und Grafik aus zwei Generationen


Kennen Sie dieses Gefühl beim Betrachten von Kunstwerken – wenn sich Gänsehaut über die Arme legt und man voll konzentriert und selbstvergessen genießt? Ich will nicht sagen, dass es sich hierbei um einen andauernden Zustand handelt – ich beschreibe eine Ausnahme, die selten genug eintritt, um sie dann allerdings auch in vollen Zügen genießen zu können. Hat man das Glück, wie ich, hier in der Galerie arbeiten zu können, stehen die Chancen gut, solche Empfindungen zu erleben. Und so kann ich Ihnen bereits jetzt versichern, dass ich von Zeit zu Zeit, ganz allein – vielleicht mit einem Glas Rotwein, hierher komme, um mich an den großartigen Kunstwerken zu erfreuen, welche uns Tatiana Skalko-Karlovska und Prof. Otto Möhwald zur Verfügung gestellt haben.

Halles Meisterdrucker für Lithografie Gerhard Günther, der wie kaum ein anderer Qualität gedruckter Grafik schätzt, machte mich vor einigen Jahren auf Stefan Zweigs Novelle „Die unsichtbare Sammlung“ aufmerksam. Ohne nun auf den Inhalt des ebenso Gänsehaut erregenden Textes eingehen zu wollen, ist es mir wichtig auf den haptischen Genuss hinzuweisen, der so bedeutend ist in der Kunst, eben auch bei der Druckgrafik und der als literarischer Ansatz bei Zweig so grandios herausgestellt wird. Es geht neben der visuellen Freude auch um Haptik. Die Beziehung, die ein Künstler auch handwerklich eingeht, beginnt spätestens beim Material. Otto Möhwald kennt seine Steine, welche er für die hier gezeigten Lithografien nutzte bestens. Er hat sie geschleppt, geschliffen, behandelt, bemalt oder darauf gezeichnet, gedruckt und wieder geopfert – immer wieder neu. (Einwurf des Künstlers: „Gerhard Günther war aber immer dabei.“) So sind und bleiben die Auflagen begrenzt. Und wie es in Halle üblich ist, erfährt der Stein selbst auch die Würdigung seines Charakters, in dem er geprägt als Rand auf immer in Bütten geprägt, sicht- und tastbar bleibt. So finden wir bei Prof. Möhwalds Lithografien immer wieder auch jenen Abdruck eines Steines, der manchmal rechts oben oder auch links unten am Bildrand charakterisch abgeplatzt ist. 

Von den haptischen Erfahrungen zum visuellen Genuss. Prof. Otto Möhwald, der mehrfach preisgekrönte und weit über unsere Region hinaus bekannte hallesche Maler und Grafiker ist seiner Kunst treu geblieben. Gleichsam machte er Halle bekannt. Seine Straßenzüge und Stadtansichten sind, so könnte man heute sagen „Markenzeichen“. Es sind nicht Veduten, als wirklichkeitstreue Abbilder, wie wir sie aus früheren Epochen ebenso schätzen. Es sind vielmehr Abbilder von sensiblen Empfindungen unter Einwirkung von Farbe, Licht und Schatten. Und so erkennt der aufmerksame Betrachter auch sein Haus, seine Straße oder sein Viertel wieder. Manchmal mit marodem Charme, manchmal mit Baum oder Autos und manchmal mit Akt. Vom Exterieur zum Interieur. So, wie wir die gleichnamigen Bilder und Blätter von Prof. Möhwald empfinden, so zeigt sich sein Atelier bis heute. Diffus vom Licht durchflutet, erlebt man den Flur über den man vom Treppenhaus zu jenem Raum gelangt, in dem die Staffelei steht. Kaum zu glauben, hier lebt und arbeitet Otto Möhwald seit fast 60 Jahren. Tatsächlich steht das Jubiläum im kommenden Jahr an. Das hier vormals eine Kneipe war, ist nicht mehr zu ahnen. Als vor wenigen Jahren eine Sanierung vorgenommen wurde, kämpfte der Künstler um den Erhalt jener Details, die für ihn und seine Kunst so wichtig sind. Wenn die Bodenfliesen im Flur schon ausgetauscht werden sollten, dann mussten die Neuen wieder genau so sein und eben diese Haltung schätzen wir als Freunde der Kunst von Otto Möhwald. Der Erfolg gibt dem Künstler Recht, die hier gezeigten beiden Ölgemälde, sind die vorerst letzten frei verkäuflichen Arbeiten eines bemerkenswerten künstlerischen Lebenswerkes.



Die nachkommende Generation hallescher Künstler hat sich längst etabliert. Tatiana Skalko-Karlovska, die bekanntlich in der Ukraine geboren wurde, zähle ich unbedingt dazu. Es ist jene Generation, die nach der politischen Wende von 1989 von Beginn an auf wirtschaftlich eigenen Füßen stehen musste. Von der Kunst zu leben, ist eine Kunst und es ist bemerkenswert wenn junge Absolventen der Hochschulen damals wie heute unbeirrt weitermachen, sich mit individuellen und wunderbaren Werken, dem Überangebot und den Verlockungen der Märkte entgegenstellen. Die Arbeiten von Frau Skalko-Karlovska sind beispielgebend. Mit ihren Grafiken und Objektmalereien formte sie vor dem Hintergrund ihrer künstlerischen Entwicklung in Kiew und in Halle für sich hier ein starkes Alleinstellungsmerkmal, welches ihre Arbeiten deutlich für die Künstlerin identifizierbar macht. Auch sie ist ihrem Thema treu geblieben. Zentral bearbeitet sie das der Schöpfung. Ein wunderbares Thema meine ich. Denn nichts ist so schön, wie das, was Zukunft birgt und Entwicklung. Das betrifft den Menschen und die Menschheit ebenso wie Flora und Fauna. Tatiana Skalko-Karlovska ist eine ausgezeichnete Beobachterin und verlangt dem Betrachter ab einzutauchen in diese phantasievolle Welt, welche die Künstlerin mit Holzschnitten, Radierungen und Gemälden, gekonnt umgesetzten Vergoldungen, kombiniert mit Hinterglasmalerei wirklich werden lässt. Der Zyklus der apokalyptischen Reiter jedoch zeigt die intensive Auseinandersetzung mit der Realität. Das Paradies ist bedroht und die Folgen sind entsetzlich.
Zur Zeit arbeitet die Künstlerin gemeinsam mit dem Bildhauer Marcus Golter an einem Brunnenprojekt für das Seniorenheim Hospital St. Cyriaci et Antonii in Halle. Die Installation steht kurz bevor. Wir dürfen gespannt sein.
Unbedingt aufmerksam machen möchte ich auf Frau Skalko-Karlovskas buchkünstlerische Arbeiten. Seit nunmehr sechs Jahren präsentiert die Künstlerin diese mit großem Erfolg, auch auf der Frankfurter Buchmesse. Der Kreis der Bewunderer dieser äußerst hochwertigen und ästhetisch sehr anregenden Künstlerbücher und -kassetten wächst auch international stetig. Signifikant sind Ankäufe bedeutender Grafiksammlungen.

Nur ein Tor wehrt sich gegen die Möglichkeiten, die uns die schnelllebige digitale Welt derzeit bietet. Doch wie so oft darf eine positive Entwicklung nicht einseitig betrieben werden. Die Besinnung auf Haptik und Ästhetik des künstlerisch gefertigten Originals ist unser Anliegen. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie dieses großartige Gänsehautgefühl der nunmehr eröffneten Ausstellungen mit uns teilen.

Text zur Ausstellungseröffnung vom 25.10.2014

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 13:30 - 18:30 Uhr
Eintritt: frei
Veranstaltungen und Ausstellungen der Galerie

Donnerstag, 9. Oktober 2014

"Designpapst" wider Willen und "Halles Dürer"


Ausstellungen von Rudolf Horn und Steffen Christophel - Malerei und Zeichnungen


Und wieder gibt es zwei Ausstellungen in unserer Galerie, die wir für einen Besuch empfehlen. Gezeigt werden noch bis zum 21. Oktober 2014 Gemälde und Zeichnungen von Rudolf Horn und Steffen Christophel.


Der Formgestalter Prof. Rudolf Horn feierte in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag. Aus diesem Anlass präsentieren wir Arbeiten, die der Künstler im Verlauf seiner langen Schaffenszeit fertigte, ohne jemals daran gedacht zu haben, dass diese in einer umfassenden Ausstellung gezeigt werden. Und dennoch kennt jeder Horns Kreationen, hat oder hatte sie gar in seinem Wohnzimmer stehen. Es handelt sich hierbei um die weithin bekannte MDW-Schrankwand, welche in Hellerau gefertigt wurde. Den Begriff Schrankwand mag Prof. Horn eigentlich gar nicht, denn es handelt sich um modulare Wohnraumsysteme, welche von ihrem Nutzer individuell zusammengestellt und modifiziert werden können (wenn man so will ein Vorläufer des Einrichtungsprogramms des bekannten schwedischen Möbelhauses). Und noch einen Begriff mag der Künstler nicht: Designpapst. Im Galeriegespräch, welches großen Zuspruch bei unseren Besuchern fand, machte der sympathische Allrounder darauf aufmerksam, dass die Gestaltung unserer Umwelt immer auch auf ein umfassendes Grundlagenstudium zurückgeht, so sind auch seine künstlerischen Bestrebungen zu sehen. Die Wechselbeziehung zwischen Malerei, Grafik und Formgestaltung war für ihn immer notwendig, um kreativ anspruchsvoll arbeiten zu können. So ist auch die Ausstellung in unserer Galerie Zeugnis dieser Auseinandersetzung und eine Triebkraft des künstlerischen Schaffens von Rudolf Horn. Christiane Jung sprach zur Ausstellungseröffnung am 13. September 2014. Hierbei ging sie auf Horns Selbstbildnisse aus den verschiedenen Schaffensjahren ein, welche gleichsam politische und soziale Reflektionen der Zeit beinhalteten. Der ausgestellte Rückenakt fand das besondere Interesse der Rednerin. Dieser kommt ganz ohne Interieur aus und ist somit als eine außergewöhnliche künstlerische Leistung in der Kunstgeschichte anzusehen.

Steffen Christophel (51) ist Hallenser und als Maler und Grafiker weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Für sein Diplom erhielt er von seinem Künstlerkollegen Michael Glöckner die Anregung ein Jahr lang jeden Tag ein Porträt in der Größe einer Streichholzschachtel zu zeichnen. Diese 365 Zeichnungen existieren nun tatsächlich und sind Ausgangspunkt für die weiterführende künstlerische Arbeit. So schuf Christophel Illustrationen zum Roman „Parfüm“ von Patrick Süskind, zu Dürrenmatt und zu Tolstoi. Der Redner zur Ausstellungseröffnung, Prof. Gerhard Schwarz, verwies auch auf eine Themenausstellung „Fußball“ in unserer Galerie, welche Steffen Christophel mit inszeniert hatte. Dem Sport in der Kunst sieht sich der Künstler nach wie vor verbunden. Die Kabinettausstellung zeigt sowohl Fußballbilder als auch Zeichnungen zum Eishockey. Hier sieht sich Christophel insbesondere durch grafische Momente, die sich aus Linien, Schlägern, Trikots oder Helmen ergeben, inspiriert. Zur künstlerischen Qualität der gezeigten Zeichnungen ließ Detlef Färber heute in der Mitteldeutschen Zeitung den Vergleich mit Albrecht Dürer zu. Gerhard Schwarz, der emeritierte Burgprofessor, sprach von "altmeisterlichem Können, gepaart mit den Erfahrungen heutiger Entwicklungen" und bekannte sich zu Christophels Arbeiten mit den Worten: "ich gehöre dem wachsenden Kreis an, der seine Arbeiten sehr schätzt, gar bewundert".

 


Der Besuch in der Galerie lohnt sich also auch in dieser Ausstellungsperiode wieder. Zu jeder der beiden Ausstellungen existieren Videos vom Eröffnungstag, die auf beigefügten Links hinterlegt sind.

Wir freuen uns auf ihren Besuch.


Montag, 7. Juli 2014

Wolfgang Blaschke

Fotograf sorgt für neue Fotoschau und würdigt Malerei und Grafik seines Vaters Friedrich-Wilhelm Blaschke.

Aktfotografie in Halles Großer Steinstraße

„Was tut er da?“ wird sich so mancher gefragt haben, als er Wolfgang Blaschke auf dem Fahrrad in Richtung Güterbahnhof unterwegs sah. Ausgerüstet mit analogem Fotoapparat suchte der Künstler nach Motiven, wo kaum jemand sie vermutete. Das verwittertes und verrostetes Metall so interessant und schön sein kann, zeigen uns die Arbeiten der neuen Fotoausstellung des Leipziger Fotografen, der 1955 in Halle (Saale) geboren wurde. Schriftzüge bröckeln, Rostflecke bilden Landschaften wie Maler sie sehen. Blaschke schätzt das Experimentelle ja auch Zufällige in der Fotografie. Da kann es schon mal sein, dass er seine Negative kocht und die Bilder so aufbereitet, wie es nicht der Regel entspricht. Beeindruckend sind auch die Fotos, welche Blaschke mit der Lochkamera fertigte. Es ist eine kleine Holzkiste mit einer kleinen Öffnung, die er mit einem Negativ-Film oder gleich mit dem Fotopapier ausstattet. Die Belichtungszeit wird abgezählt. So entstehen malerische Fotografien als Unikate in Farbe oder Schwarz/Weiß. Im Zentrum der Ausstellung sind jedoch die Aktfotografien von Wolfgang Blaschke zu bewundern. Keine Bilder im Hochglanzformat, wie sie in einschlägigen Illustrierten zu sehen wären. Es sind ästhetische und einfühlsame Kunstwerke, welche die Freude am Tun beim Fotografieren spüren lassen.



Nachdem Wolfgang Blaschke in den 70er Jahren zunächst in Rostock Theologie studierte, war er einige Jahre als Krankenpfleger beschäftigt. Seit etwa Mitte der 80er Jahre setzte sich der Künstler mit Malerei und Fotografie auseinander, nahm Konsultationen an der Hochschule für Bildende Künste war. Später war Wolfgang Blaschke Gestaltungs- und Sozialtherapeut und fotografierte am Leipziger Theater. Seit 1994 ist der Künstler auch als Sozialarbeiter und Fotograf in Leipzig unterwegs. Wenn Wolfgang Blaschke von seiner Kindheit in Halle berichtet, so kommt er auf seine regelmäßigen Besuche im Atelier von Albert Ebert oder Otto Möhwald zu sprechen. Diese haben ihm mehr gegeben als die Zeit in der Schule. Seine Eltern sahen diese Bestrebungen wohlwollend und ließen Freiraum. Bemerkenswert, denn die Mutter war Lehrerin – kein Wunder der Vater war ein bekannter hallescher Maler. Und so ist es auch kein Wunder, dass Wolfgang Blaschke im Rahmen der Ausstellung in Halle auch Arbeiten seines Vaters präsentiert. Im Kabinett sind Gemälde und vor allem auch grafische Arbeiten von Friedrich-Wilhelm Blaschke zu sehen, dessen Arbeiten auch im Besitz der Galerie Moritzburg zu finden sind. Friedrich-Wilhelm Blaschke wurde 1920 in Breslau geboren und verstarb 2006 in Seeheim-Jugenheim. Nach dem Krieg war er am Institut für Denkmalpflege und auch als Dozent für Kunstgeschichte an der Burg Giebichenstein in Halle tätig. Blaschke pflegte in jener Zeit und in den Folgejahren intensive Verbindungen mit Carl Crodel, Herbert Stockmann, Karl Schmitt-Rottluff, Waldemar Grzimeck, Karl Müller, Gerhard Marcks und Otto Pankok. Weniger bekannt ist, dass Friedrich-Wilhelm Blaschke Gedichte schrieb. Auch diese und die dazugehörigen Zeichnungen sind im Kabinett zu lesen und anzusehen.

Die Eröffnung zu dieser Ausstellung, welche ich bereits jetzt empfehlen möchte, findet am kommenden Sonnabend um 15 Uhr in der Galerie Zaglmaier in der Großen Steinstraße 57 statt. Wir freuen uns, dass der Künstler Wolfgang Blaschke anwesend sein wird. T. O. Immisch wird eine Einführung zur Ausstellung geben. Wir freuen uns außerordentlich auf den angekündigten Vortrag von Ilona Blumenthal, welche im Rahmen der Ausstellungseröffnung Gedichte von Friedrich-Wilhelm Blaschke rezitieren wird.

Thomas Zaglmaier

weitere Informationen unter: http://www.interartshop.de/InterArtVernissage/Ausstellungen/159



Dienstag, 27. Mai 2014

Günther Rechn und Gerald Große

Eröffnungsrede zu den Ausstellungen

Günther Rechn – Zum 70. Geburtstag
Malerei und Grafik (Ausstellung bis 01. Juli 2014)
sowie
Gerald Große – „Zwei an der Saale: Neustadtjubiläum“
Fotografie (Ausstellung bis 12. August 2014)

vom Samstag, dem 24. Mai 2014, 15:00 Uhr in der Galerie Zaglmaier in Halle (Saale)

Rückseite Schutzumschlag des Bildbandes "Zwei an der Saale" von Gerald Große (1979)

„Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
 mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Hermann Hesse

Zwei Reisende halten heute erneut in Halle inne. Beide Künstler kamen bereits 1966 hierher und hinterließen mächtige Spuren. Zu beider wichtigster Stationen zählt ebenso die Lausitz. Beide haben ihre Verbindungen zu uns nie abgebrochen. Und doch tritt ein, was Kunst so spannend macht – die Sicht auf die Dinge, das Anliegen, das Thema des Malers Günther Rechn sind gänzlich anders als die des Fotografikers Gerald Große.

Luna (Öl auf Leinwand, 80 x 170 cm) von Günther Rechn (2012)



Man kann trefflich reimen, wenn ein Künstler namens Rechn in eine Stadt kommt, die auf das Engste mit dem Namen Blechn verbunden ist. So geschah es 1977 als Günther Rechn Halle verließ, alle Angebote einer mehr als aussichtsreichen Hochschulkarriere an der Burg ausschlug und als freischaffender Maler und Grafiker in die Niederlausitz zog. Im März dieses Jahres feierte Günther Rechn nun seinen 70. Geburtstag. Für uns Anlass zu einer umfassenden, längst fälligen Werkausstellung des Künstlers in diesen Räumen.

„Das ist der Maler Günther Rechn“ tuschelte man damals, wenn der Mann mit dem markanten Bart und den zwei großen Doggen spazieren ging. Die Hunde waren immer dabei – auch manches Mal im Zeichensaal an der Kunsthochschule, wo Günther Rechn nach Abschluss seines Studiums als Assistent selbst Naturstudium und Aktzeichnen lehrte.

Ich traf Günther Rechn 2012 in Dessau aus Anlass einer Ausstellung für Heinz Rammelt, jenem Tierzeichner der auch als „Walt Disney des Ostens“ und vor allem als Autor der Zeichnungen zum Buch „Die Tiere haben das Wort“ von sich bis heute reden machte. Wenn Günther Rechn Heinz Rammelt als Künstler benennt, der sein eigenes Schaffen stark beeinflusst hat, so kommt er mit ebensolcher Achtung auch auf seine Lehrer Hans Rothe, Lothar Zitzmann, Willi Sitte und Hannes H. Wagner zu sprechen. Es ist auch die Wertschätzung gegenüber Lehrern, die es vermochten, die Klassen der Maler und Grafiker an der Burg zu etablieren, obwohl zur damaligen Zeit eine solche Ausbildung für Halle nicht den politischen Zielstellungen entsprach. Dass die Gobelinwirkerei letztlich Malerei ohne Ölfarbe ist, machte den Kniff aus, der nachhaltig zum Erfolg führte.

Wenn Günther Rechn Tiere malt, entstehen charaktervolle Porträts von Individuen. Er zeigt sie in der Landschaft, beim arttypischen Spiel in Schönheit und mit Kraft. Die leider noch immer manchen Ortes durchgeführten Hundekämpfe, die Pits, verabscheut der Maler.

Staccato (Öl auf Leinwand, 110 x 180 cm) von Günther Rechn (2009)

Seit 1945 ist der „Turm der blauen Pferde“ von Franz Marc verschollen und dennoch großartiger Teil der Kunstgeschichte. Ganz anders ging Günther Rechn auf das Thema zu. Jeder Ton steht, wenn sich Rechns Pferde im Staccato zum Turm formieren. Es ist eine gewaltige Sinfonie von Pferdestärken, deren energetische Ladung selbst die zeitgenössischen Energieerzeuger im Hintergrund verblassen lassen. Hufgetrampel, Wiehern, Staub, Schweiß - kein einfältiger Don Quichotte, der die Mühlen noch als adäquaten Gegner wahrnehmen könnte.
In seiner Cottbuser Ausstellung zeigt Günther Rechn ebenso Arbeiten, welche aus meiner Sicht für zeitgenössische Kunstmuseen interessant sein müssten. „Der Raub der Sabinerinnen“ und „Erlkönigs Töchter“ gehören mit Sicherheit zu tragenden Werken mit intellektuell-gegenwartsbezogenem Hintergrund eines großartigen Künstlers.

Günther Rechn hat seit einigen Jahren die Gärtnerei zu einer weiteren Leidenschaft für sich angenommen. Fast das ganze Jahr über malt er mit Blumen und Blüten im Garten am Atelier sich stetig verändernde Bilder. Er schätzt die Natur mit keimenden Sprossen, die sich üppig entwickelt und über die Blüte und den Verfall vielfältigste Phasen der Entwicklung durchlebt. Seine Landschafts- und Blumenbilder lassen für uns seine Liebe in Öl auf Leinwand miterleben.

Landschaften und Architektur malt Günther Rechn in der Niederlausitz wie in Italien. Er interessiert sich für Parks, die Menschen geschaffen haben, ebenso wie für Unberührtes. Getrieben von einem unstillbaren Bedürfnis arbeitet Günther Rechn stetig – kein Tag vergeht ohne einen Strich, jeder mit explosiver Kraft. In seinem Atelierkeller stehen bereits zwei wunderbare Lithopressen. Auch Steine sind da. Günther Rechn fiebert schon nach neuen Arbeiten und wir sind freudig gespannt.

Vorderseite Schutzumschlag des Bildbandes "Zwei an der Saale" von Gerald Große (1979)

In den 60er und 70er Jahren kamen auch zahlreiche Künstler nach Halle-Neustadt. „Hier passierte etwas“ sagt Gerald Große und vergleicht den Neubau der Stadt für mehr als 100.000 Bewohner mit den großen Themen der Gegenwart. Es trafen sich im internationalen Team Architekten und Bildende Künstler, Schriftsteller und eben auch Fotografen. Jeden Tag gab es Neues zu sehen. Entlang den Kranbahnen wuchsen fünf- und zehngeschossige Wohnbauten und erste Sonnenblumen. Noch fehlte es an Bäumen und Gehwegen. Die Menschen wateten mit Gummistiefeln durch den Schlamm – eine Zumutung, die man in Kauf nahm für modernen Wohnkomfort in den eigenen vier Wänden. Damals waren Halle-West´s Einwohner kaum älter als 30 Jahre. Schulen und Kindergärten wurden gebraucht. Zunächst trugen allein Letztere Namen wie "Struppi", „Pittiplatsch“ oder „Flachs und Krümel“. Dass die Straßen keine Namen hatten, war für die meisten Menschen von untergeordneter Bedeutung und vielen war die Block-Nr. ohnehin lieber als die zeitgemäße Alternative.

Die Menschen trafen sich nicht nur zum Subotnik, sie feierten, stritten und liebten sich. Wer eine Schlagbohrmaschine hatte nutzte sie, auch Weihnachten, so hatten Alle etwas davon. Autowaschen war beliebte Freizeitbeschäftigung. Tatsächlich lebten hier Tür an Tür der Chemiearbeiter und der Hochschulprofessor. Der Absolvent der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst Gerald Große erhielt in Halle-Neustadt eine Wohnung gleich neben dem Schriftsteller Werner Bräuning – Grundlage für gemeinsame, fruchtbringende Arbeit. Hier Bildbände machen war sein Traum – möglichst ein ganzes Regalfach der guten Hellerau-Wand mit eigenen Büchern füllen. Heute hat er es geschafft! Zu den wunderbaren Bänden aus dem Spreewald und Bautzen kamen welche zum Mansfelder Land und auch Wien. Der Bildband „Zwei an der Saale, Halle und Halle-Neustadt“ dürfte nicht nur diesen Ortes zu den Bekanntesten zählen. Gemeinsam mit Hans-Jürgen Steinmann, der die Texte schrieb, entwarf Gerald Große 1979 eine Kostbarkeit der Buchkunst, welche der Namensgeber für diese Ausstellung wurde. Es sei uns verziehen, wenn in unserer Präsentation die Altstadt doch etwas kurz kommt. Immerhin konnte Halle, in kürzester Zeit, bereits zweimal ein über tausendjähriges Jubiläum begehen. Nun wird Halle-Neustadt Fünfzig.

Zwanzig Jahre nach dem Krieg, der die Welt wie kein anderer erschütterte, sollte Beispielhaftes entstehen. Die DDR-Wirtschaft lotete ihre Grenzen aus. Die gleichen Schrankwände, Sitzgruppen und Fernseher standen in den gleichen Wohnungen an der gleichen Stelle und doch waren die Menschen in dieser Zeit glücklich. Das gab Stoff für viele professionelle Fotografen, die wie Gerald Große oder Walter Dreizner auch Zirkel leiteten - Arbeitern und Intellektuellen, auch Schülern wie mir damals, den Blick für die Reize des Alltäglichen öffneten. Für Gerald Große sind die grafischen Elemente der Arbeiten wichtig. Und weil Fotografie immer auch den Charakter der Wahrhaftigkeit hat, entstanden mit den Jahren dem Künstler unverwechselbar zuzuordnende Zeitdokumente.

Gerald Große, der Büchermacher, sah sich selbst nie als Künstler der Ausstellungen und Galerien bediente. Nach mehr als dreißig Jahren trafen wir uns in der Bahnhofslounge in Halle vor einem knappen Jahr wieder als Peru John eine nunmehr zweiteilige Halle-Neustadt-Präsentation digitaler Umsetzungen der Fotos von Gerald Große organisierte. Im Ergebnis dessen entstand nun bei uns doch eine Ausstellung mit originalen Fotos von Gerald Große – erstmals in einer Galerie. Darüber freuen wir uns.

Der Halle-Neustadt-Planer Prof. Richard Paulick betonte stets, dass der Bau einer Stadt nie abgeschlossen sein wird, da die Bedürfnisse der Menschen sich stetig ändern. Künstler wie Gerald Große und Günther Rechn, aber auch der nächsten Generationen, werden sich weiter einbringen. In dieser Hinsicht wollen wir uns auf die Zukunft freuen und diese Ausstellungen und den Nachmittag genießen.


Sehen wir es wiederum wie Hermann Hesse:

„Heim kommt man nie. 
Aber wo befreundete Wege zusammenlaufen,
da sieht die Welt für eine Stunde wie Heimat aus.“

Bauleute von Halle-Neustadt (Fotografie) von Gerald Große (um 1979)



Montag, 14. April 2014

Barbara Piatti und Knut Mueller stellen in Halle aus


Eröffnung im Galeriegarten
Bei bestem Frühlingswetter trafen sich Freunde der Bildenden Kunst am vergangenen Sonnabend im Galeriegarten.

Barbara Thalheim begeisterte zu Ausstellungseröffnungen. 

Aus Frankreich war die Malerin Barbara Piatti angereist. Ihre Bilder werden im Erdgeschoss der Galerie gezeigt. Die Gemälde jedoch hatten eine wesentlich längere Reise hinter sich. Nachdem sie im vergangenen Jahr noch in Peking (China) präsentiert wurden, kamen sie zunächst mit dem Schiff via Hamburg nach Basel und Zürich zur Ausstellung. Die Trilogie chinesischer Städte umfasst Peking, Hong Kong und Shanghai. Die Malerin war in Paris Meisterschülerin von Reginald Gray. Seit Jahren nutzt sie im Rahmen der „Artist of Residence“-Programme weltweit Möglichkeiten der Inspiration durch fremde Kulturkreise. Ihre Berlin-Bilder waren 1998 u. a. ausgestellt in der „Info Box - Potsdamer Platz“. 
Die Empfehlung zur Ausstellung Barbara Piattis erhielt die Galerie von der bekannten Liedermacherin Barbara Thalheim, die es sich nicht nehmen ließ, die Vernissage musikalisch zur besonderen Freude aller Anwesenden einzurahmen und somit zusätzlich für einen Höhepunkt sorgte. 

Barbara Thalheim während ihres wunderbaren musikalischen Vortrages

Knut Mueller, der bekannte Fotograf aus Halle, hielt mit seinen „Balkan-Bildern“ einen weiteren Höhepunkt bereit. Der Künstler und Kriegsfotograf dokumentiert seit den 1990er Jahren im Auftrag von Magazin-Redaktionen wie „Spiegel“, „Stern“ oder „Geo“ Menschen vor dem Hintergrund kriegerischer Auseinandersetzungen oder sozialer Umbrüche. T.O. Immisch, der Eröffnungsredner zur Ausstellung, fand treffende Worte zu den bewegenden, teils schockierenden Fotodokumenten, welche Kriege mit ihren Grausamkeiten scharf verurteilen, aber letztlich nicht verhindern können. Zur Ausstellung ist ein Galeriegespräch mit Knut Mueller für den 15. Mai 2014, 19:30 Uhr vorgesehen. Weitere Events können dem Veranstaltungskalender entnommen werden. 

Die Ausstellungen von Barbara Piatti und Knut Mueller sind noch bis zum 20. Mai 2014 zu sehen. Die Galerie ist von Montag bis Freitag 13:30 bis 18:30 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. 


Knut Mueller (rechts) zur Eröffnung seiner Ausstellung in Mitten der Gäste


Mittwoch, 2. April 2014

InterArtWiki


InterArtWiki


Hier entsteht ein kleines, schnelles Nachschlagewerk zu den Künstlern, deren Arbeiten in unserer Galerie ausgestellt wurden oder angeboten werden. Es werden neben einer Künstlerbiografie und den Links zu unseren Ausstellungen auch Abbildungen und Angebote gezeigt.


Zur Zeit sind folgende Künstler vertreten:

Künstlerinformation - Kerstin Alexander

Künstlerinformation - Kerstin Alexander

Malerin und Grafikerin, Hochschullehrerin
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1961)
Künstlerinformation - Fritz Baust

Künstlerinformation - Fritz Baust

Maler und Grafiker
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1912, gest. 1982)
Künstlerinformation - Ralf Bergner

Künstlerinformation - Ralf Bergner

Maler und Grafiker
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1950)
Künstlerinformation - Nicolas Engele

Künstlerinformation - Nicolas Engele

Maler und Grafiker, Objektkünstler
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1986)
Künstlerinformation - Wilfried  Fitzenreiter

Künstlerinformation - Wilfried Fitzenreiter

Bildhauer
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1932, gest. 2008)
Künstlerinformation - Bernd Göbel

Künstlerinformation - Bernd Göbel

Bildhauer, Hochschullehrer
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1942)
Künstlerinformation - Irmela Hadelich

Künstlerinformation - Irmela Hadelich

Malerin und Grafikerin, Keramikerin
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1923)
Künstlerinformation - Ingeborg Hunzinger

Künstlerinformation - Ingeborg Hunzinger

Bildhauerin
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1915, gest. 2009)

Künstlerinformation - Michael Karlovski

Künstlerinformation - Michael Karlovski

Bildhauer
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1968)

Künstlerinformation - Gert Kiermeyer

Künstlerinformation - Gert Kiermeyer

Fotograf
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1963)

Künstlerinformation - Dr. Dietmar Kirsch

Künstlerinformation - Dr. Dietmar Kirsch

Holzbildhauer
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1940)

Künstlerinformation - Ursula Kirsch

Künstlerinformation - Ursula Kirsch

Malerin, Grafikerin
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1949)

Künstlerinformation - Carl Marx

Künstlerinformation - Carl Marx

Maler und Grafiker
"Chagall der DDR"
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1911, gest. 1991)

Künstlerinformation - Bernhard Michel

Künstlerinformation - Bernhard Michel

Maler und Grafiker
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1939)

Künstlerinformation - Dietmar Petzold

Künstlerinformation - Dietmar Petzold

Grafiker, Hochschullehrer
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1940)

Künstlerinformation - Barbara Piatti

Künstlerinformation - Barbara Piatti

Malerin
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1964)
Künstlerinformation - Susanne Precht

Künstlerinformation - Susanne Precht

Glaskünstlerin
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1960)

Künstlerinformation - Ulrich Precht

Künstlerinformation - Ulrich Precht

Glaskünstler
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1956)

Künstlerinformation - Christine Rammelt-Hadelich

Künstlerinformation - Christine Rammelt-Hadelich

Bildhauerin, Keramikerin, Autorin
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1955)

Künstlerinformation - Klaus von Woyski

Künstlerinformation - Klaus von Woyski

Maler und Grafiker, Restaurator
Künstlerbiografie, Informationen, Angebote der Galerie
(geb. 1931)